Mit einem eigenen 7 Days to Die Server bleibt eure Survival-Welt dauerhaft erreichbar. Du bestimmst Spielerzahl, Sichtbarkeit, Welt, Zugangsrechte, Mods und Spielregeln, ohne dass der ursprüngliche Host gleichzeitig spielen muss.
Der Dedicated Server läuft nativ unter Windows und Linux. Du kannst ihn mit SteamCMD selbst installieren oder einen fertigen Gameserver verwenden. Diese Anleitung berücksichtigt die grundlegenden Änderungen seit Version 3.0, insbesondere den neuen SandboxCode für Gameplay-Einstellungen.

GameDifficulty, DayNightLength oder LootAbundance sind für aktuelle V3-Versionen teilweise veraltet.Das lernst du in diesem Artikel
- wie du den 7 Days to Die Dedicated Server mit SteamCMD installierst
- wie Windows- und Linux-Startdateien eingerichtet werden
- welche Werte in
serverconfig.xmlweiterhin direkt gesetzt werden - wie der
SandboxCodedie früheren Gameplay-Einzelwerte ersetzt - welche TCP- und UDP-Ports der Server benötigt
- wie du Adminrechte, Mods, Backups, Updates und Branches verwaltest
7 Days to Die Server erstellen: Schnellübersicht
- Plane eine schnelle CPU, SSD und mindestens 6 bis 8 GB freien RAM ein.
- Installiere SteamCMD und lade die Server-App
294420herunter. - Kopiere
serverconfig.xmlund passe Servername, Passwort, Welt und Slots an. - Erzeuge im aktuellen Spielclient einen passenden
SandboxCodeund trage ihn ein. - Starte den Server mit
startdedicated.batoderstartserver.sh. - Öffne
26900/TCPsowie26900–26903/UDPin Firewall und Router. - Verbinde dich über die Serverliste oder direkt mit
SERVER-IP:26900. - Richte Adminrechte, regelmäßige Backups und einen kontrollierten Updateablauf ein.
Inhaltsverzeichnis
- Voraussetzungen und Hardware
- Dedicated Server installieren
- Server konfigurieren
- Welt und SandboxCode
- Ports und Firewall
- Mit dem Server verbinden
- Admin und Verwaltung
- Mods installieren
- Backups erstellen
- Updates und Branches
- Fehlerbehebung
- Häufige Fragen
- Weiterführende Artikel
- Zusammenfassung
Voraussetzungen und Hardware
7 Days to Die ist im Vergleich zu vielen anderen Gameservern speicher- und CPU-hungrig. Besonders Weltgenerierung, viele gleichzeitig aktive Spieler, große Basen, Horde-Nächte und umfangreiche Mods erhöhen die Last deutlich.
RAM nach Servergröße
| Nutzung | Sinnvoller freier RAM für den Server | Bemerkung |
|---|---|---|
| 1 bis 4 Spieler, Vanilla | 6 bis 8 GB | kleine Welt und wenige Zusatzdienste |
| 5 bis 8 Spieler oder RWG | 8 bis 12 GB | zusätzliche Reserve für Welt und Horde-Nächte |
| 9 bis 16 Spieler | 12 bis 16 GB | schnelle CPU und regelmäßige Neustarts sinnvoll |
| Große Modpacks oder Overhauls | 16 GB oder mehr | abhängig von Mod, Weltgröße und Spielerzahl |
Die Werte sind Planungsgrößen und keine festen Limits. Beobachte die tatsächliche Speichernutzung und lasse genügend Reserve für Betriebssystem, SteamCMD, Backups und Monitoring.
Weitere Anforderungen
| Komponente | Empfehlung |
|---|---|
| CPU | hohe Single-Core-Leistung, mehrere moderne Kerne |
| Speicher | SSD oder NVMe, ausreichend Platz für Welten, Saves und Backups |
| Netzwerk | stabile Verbindung und niedriger Paketverlust |
| Erreichbarkeit | öffentliche IPv4 oder funktionierendes IPv6-Konzept |
| Betriebssystem | aktuelles 64-Bit-Windows oder aktuelle 64-Bit-Linux-Distribution |
Selbst hosten oder mieten?
| Variante | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Heimserver | volle Kontrolle und keine zusätzliche Servermiete | Strom, Routerkonfiguration und Abhängigkeit vom Heimanschluss |
| VPS oder Rootserver | dauerhaft online, öffentliche IP, vollständiger Zugriff | eigene Administration, Absicherung und Updates erforderlich |
| Gemieteter Gameserver | schneller Start und keine Portweiterleitung | monatliche Kosten und eingeschränkter Systemzugriff |
Wer direkt spielen möchte, ohne SteamCMD, Firewall und Linux-Dienste selbst zu verwalten, kann einen 7 Days to Die Server mieten.
Weitere Survival-Anleitungen findest du unter Valheim Server erstellen und Project Zomboid Server erstellen.
7 Days to Die Dedicated Server installieren
Der Dedicated Server hat die SteamCMD-App-ID 294420. Das eigentliche Spiel verwendet die App-ID 251570; diese ist nicht für die Serverinstallation gedacht. Der Server kann über SteamCMD anonym geladen werden.
Unter Windows
- Erstelle beispielsweise
C:\steamcmdundC:\7dtd-server. - Lade SteamCMD von Valve herunter und entpacke es nach
C:\steamcmd. - Öffne PowerShell und führe aus:
C:\steamcmd\steamcmd.exe +force_install_dir C:\7dtd-server +login anonymous +app_update 294420 validate +quit
+force_install_dir bestimmt das Zielverzeichnis. +login anonymous benötigt kein Steam-Konto. validate prüft vorhandene Dateien und ersetzt beschädigte oder fehlende Dateien.
Im Serverordner findest du anschließend unter anderem startdedicated.bat und serverconfig.xml.
Erstelle vor Änderungen Kopien:
Copy-Item C:\7dtd-server\serverconfig.xml C:\7dtd-server\myserver.xml
Copy-Item C:\7dtd-server\startdedicated.bat C:\7dtd-server\start-dsh.bat
Öffne start-dsh.bat und ändere den vorhandenen Startparameter auf:
-configfile=myserver.xml
Starte den Server danach über start-dsh.bat. Der erste Start kann länger dauern, insbesondere wenn eine neue RWG-Welt erzeugt wird.
serverconfig.xml als Referenz. Nach Updates enthält sie möglicherweise neue oder geänderte Eigenschaften, die du kontrolliert in deine eigene Konfiguration übernehmen kannst.Unter Linux
Das folgende Beispiel verwendet Debian oder Ubuntu und einen eigenen Benutzer:
sudo adduser --disabled-password --gecos "" sdtd
sudo mkdir -p /opt/7dtd-server
sudo chown -R sdtd:sdtd /opt/7dtd-server
sudo apt update
sudo apt install steamcmd lib32gcc-s1
Je nach Distribution muss SteamCMD aus einem zusätzlichen Repository oder an einem anderen Pfad installiert werden.
Installiere den Server:
sudo -u sdtd steamcmd \
+force_install_dir /opt/7dtd-server \
+login anonymous \
+app_update 294420 validate \
+quit
Kopiere die Konfiguration und das Startskript:
sudo -u sdtd cp /opt/7dtd-server/serverconfig.xml /opt/7dtd-server/myserver.xml
sudo -u sdtd cp /opt/7dtd-server/startserver.sh /opt/7dtd-server/start-dsh.sh
sudo chmod +x /opt/7dtd-server/start-dsh.sh
Passe im kopierten Skript den vorhandenen -configfile-Parameter an:
-configfile=/opt/7dtd-server/myserver.xml
Starte den Server testweise:
sudo -u sdtd /opt/7dtd-server/start-dsh.sh
Autostart mit systemd
Erstelle /etc/systemd/system/7dtd.service:
[Unit]
Description=7 Days to Die Dedicated Server
After=network-online.target
Wants=network-online.target
[Service]
Type=simple
User=sdtd
Group=sdtd
WorkingDirectory=/opt/7dtd-server
ExecStart=/opt/7dtd-server/start-dsh.sh
Restart=on-failure
RestartSec=15
TimeoutStopSec=180
[Install]
WantedBy=multi-user.target
Aktiviere den Dienst:
sudo systemctl daemon-reload
sudo systemctl enable --now 7dtd
sudo systemctl status 7dtd
Logs kannst du mit folgendem Befehl verfolgen:
journalctl -u 7dtd -f
saveworld und anschließend shutdown in der Serverkonsole. Ein hart beendeter Prozess kann den letzten Spielstand oder Regionsdateien beschädigen.Für ein weiteres Linux-taugliches Survival-Setup siehe Rust Server erstellen.
Server konfigurieren: serverconfig.xml
serverconfig.xml liegt im Installationsordner. Arbeite am besten mit einer Kopie wie myserver.xml, damit ein SteamCMD-Update deine Einstellungen nicht mit einer neuen Beispieldatei vermischt.
Änderungen werden erst nach einem vollständigen Serverneustart aktiv.
Wichtige aktuelle Werte
| Eigenschaft | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
ServerName | Name in der Serverliste | DSH Survivors |
ServerPassword | Passwort zum Beitreten | starkes eigenes Passwort |
ServerPort | Hauptport | 26900 |
ServerMaxPlayerCount | maximale Spielerzahl | 8 oder 16 |
ServerVisibility | Sichtbarkeit in der Serverliste | 2 für öffentlich |
GameWorld | bestehende Welt oder Weltgenerator | Navezgane oder RWG |
WorldGenSeed | Seed für eine RWG-Welt | eigener eindeutiger Text |
WorldGenSize | Größe einer RWG-Welt | von der aktuellen Version unterstützter Wert |
GameName | Name des Speicherstands | DSH-Survival |
GameMode | Spielmodus | GameModeSurvival |
SandboxCode | komprimierte Gameplay-Einstellungen seit V3 | Code aus dem aktuellen Spielclient |
EACEnabled | Easy Anti-Cheat aktivieren | true für Vanilla |
ServerAdminFileName | Pfad oder Name der Admin-Datei | meist serveradmin.xml |
SaveGameFolder | optional abweichender Save-Pfad | eigener absoluter Pfad, falls verwendet |
SandboxCode ersetzt. Alte Eigenschaften wie GameDifficulty, DayNightLength, DayLightLength, XPMultiplier, LootAbundance oder mehrere Blood-Moon-Werte können in aktuellen Builds ignoriert werden.Sicheres XML-Beispiel
Der folgende Ausschnitt zeigt nur zentrale Werte. Er ersetzt nicht die vollständige, mit dem Server ausgelieferte Datei. Bearbeite eine Kopie der aktuellen serverconfig.xml und lasse unbekannte aktuelle Eigenschaften bestehen.
<?xml version="1.0"?>
<ServerSettings>
<property name="ServerName" value="DSH Survivors" />
<property name="ServerPassword" value="REPLACE_WITH_STRONG_PASSWORD" />
<property name="ServerPort" value="26900" />
<property name="ServerMaxPlayerCount" value="8" />
<property name="ServerVisibility" value="2" />
<property name="GameWorld" value="Navezgane" />
<property name="WorldGenSeed" value="DSH-World-2026" />
<property name="WorldGenSize" value="6144" />
<property name="GameName" value="DSH-Survival" />
<property name="GameMode" value="GameModeSurvival" />
<property name="SandboxCode" value="PASTE_CODE_FROM_CURRENT_CLIENT" />
<property name="EACEnabled" value="true" />
</ServerSettings>
Sichtbarkeit und Passwort
ServerVisibility steuert, ob der Server öffentlich gelistet wird. Übernimm die gültigen Zahlenwerte und Kommentare aus der mit deiner Serverversion gelieferten serverconfig.xml, da sich unterstützte Plattform- und Crossplay-Optionen ändern können.
Verwende ein langes, einzigartiges ServerPassword. Ein Adminpasswort oder Telnetpasswort sollte niemals mit dem normalen Spielerpasswort identisch sein.
Welt und SandboxCode einrichten
Navezgane oder Random World Generation
| Weltart | Vorteil | Zu beachten |
|---|---|---|
| Navezgane | sofort nutzbar und reproduzierbar | feste Karte und begrenzte Überraschungen |
| Vorgefertigte Welt | kein zeitaufwendiges Generieren | Weltname muss exakt zur vorhandenen Karte passen |
| RWG | eigene Karte aus Seed und Größe | erste Generierung benötigt viel CPU, RAM und Speicherzeit |
Für eine RWG-Welt setzt du GameWorld auf den Wert, den die aktuelle Beispieldatei für Random World Generation vorgibt, und legst WorldGenSeed sowie WorldGenSize fest. Ändere Seed oder Größe nicht nach Beginn einer laufenden Welt.
GameName, Weltname, Seed oder Save-Pfad kann dazu führen, dass der Server eine neue Welt startet. Lösche den vermeintlich alten Spielstand nicht, bevor du den tatsächlich verwendeten Pfad geprüft hast.SandboxCode erzeugen
Seit Version 3.0 werden viele Spielregeln in einem kompakten SandboxCode gespeichert.
- Starte einen Spielclient mit derselben Version wie der Server.
- Öffne die Einstellungen für ein neues Spiel.
- Passe die Sandbox-Optionen an.
- Nutze die Funktion zum Kopieren des Codes.
- Trage den vollständigen Code als Wert von
SandboxCodeinmyserver.xmlein. - Starte den Dedicated Server neu.
Ports und Firewall
Für einen aktuellen 7 Days to Die Dedicated Server solltest du den Hauptport per TCP sowie einen UDP-Bereich freigeben.
| Port | Protokoll | Zweck | Erforderlich |
|---|---|---|---|
| 26900 | TCP | Hauptverbindung und Serverkommunikation | ja |
| 26900 bis 26903 | UDP | Spielverkehr, Abfrage und zusätzliche Kanäle | ja |
| 8080 | TCP | optionales Web-Dashboard | nur wenn aktiviert |
| 8081 | TCP | optionales Telnet | nur wenn aktiviert |
| 8082 | TCP | zusätzliche Web- oder API-Funktion je Serverversion | nur wenn aktiviert |
Windows-Firewall
Öffne PowerShell als Administrator:
New-NetFirewallRule -DisplayName "7DTD TCP 26900" -Direction Inbound -Protocol TCP -LocalPort 26900 -Action Allow
New-NetFirewallRule -DisplayName "7DTD UDP 26900-26903" -Direction Inbound -Protocol UDP -LocalPort 26900-26903 -Action Allow
UFW unter Linux
sudo ufw allow 26900/tcp
sudo ufw allow 26900:26903/udp
sudo ufw status
Router weiterleiten
Bei einem Heimserver leitest du dieselben Protokolle auf die lokale IP-Adresse des Serverrechners weiter. Verwende eine feste DHCP-Zuordnung, damit die Weiterleitung nicht nach einem Neustart auf ein falsches Gerät zeigt.
Porttests sind nur bei laufendem Server aussagekräftig. Prüfe TCP und UDP getrennt und beachte, dass viele Web-Portchecker ausschließlich TCP testen.
Mit dem Server verbinden
- Starte 7 Days to Die.
- Öffne Join a Game.
- Suche nach dem konfigurierten
ServerName. - Alternativ wählst du die direkte Verbindung per IP.
- Trage
SERVER-IPund Port26900ein. - Gib bei Aufforderung das
ServerPasswordein.
Bei einem Server im eigenen Heimnetz verwendest du intern die lokale IP-Adresse. Manche Router unterstützen kein NAT-Loopback und können die eigene öffentliche IP aus dem LAN nicht zurück zum Server führen.
Wenn der Server öffentlich nicht sichtbar ist, prüfe zusätzlich ServerVisibility, Version, Branch, EAC- und Crossplay-Einstellungen sowie die UDP-Ports.
Admin und Verwaltung
Adminrechte werden über serveradmin.xml und die Serverkonsole verwaltet. Die Datei liegt gewöhnlich im Datenverzeichnis, das der Server tatsächlich verwendet. Der genaue Pfad kann durch ServerAdminFileName, UserDataFolder oder andere Pfadoptionen beeinflusst werden.
Bei Berechtigungsstufen ist 0 die höchste Adminstufe. Höhere Zahlen bedeuten weniger Rechte.
Nützliche Konsolenbefehle
| Befehl | Zweck |
|---|---|
help | verfügbare Befehle und Syntax anzeigen |
lpi | verbundene Spieler und Plattform-IDs auflisten |
admin add ID 0 | Spieler mit der ermittelten ID zum Volladmin machen |
admin remove ID | Adminrecht entfernen |
say Nachricht | Nachricht an alle Spieler senden |
saveworld | aktuellen Weltstand speichern |
shutdown | Server kontrolliert herunterfahren |
Nutze bei admin add exakt die Plattform-ID, die lpi oder die Serverlogs ausgeben. Bei Crossplay ist nicht jeder Spieler ausschließlich über eine SteamID64 identifizierbar.
help admin aus. Die akzeptierte ID-Form und genaue Syntax können sich zwischen Serverversionen ändern.Telnet oder ein Web-Dashboard können die Verwaltung vereinfachen, erhöhen aber die Angriffsfläche. Lasse optionale Dienste deaktiviert, wenn du sie nicht benötigst.
Mods installieren
7 Days to Die Servermods werden manuell in einen Mods-Ordner installiert. Für Dedicated-Server-Mods gibt es keinen allgemeinen Steam-Workshop-Ablauf.
- Stoppe den Server.
- Erstelle bei Bedarf den Ordner
Modsdirekt im Serververzeichnis. - Entpacke jede Mod in einen eigenen Unterordner.
- Prüfe, dass sich
ModInfo.xmlan der vom Modautor vorgesehenen Stelle befindet. - Lies die Versions- und Clientanforderungen des Modprojekts.
- Starte den Server und kontrolliere die Logs auf Ladefehler.
Beispielstruktur:
C:\7dtd-server\Mods\ExampleMod\ModInfo.xml
oder unter Linux:
/opt/7dtd-server/Mods/ExampleMod/ModInfo.xml
Serverseitige Mods und Overhauls
| Modtyp | Clientinstallation | EAC |
|---|---|---|
| reine serverseitige XML-Mod | häufig nicht nötig | kann je Mod aktiv bleiben |
| Mod mit eigenen Assets oder Code | meist auf Client und Server nötig | häufig deaktivieren |
| vollständiger Overhaul | identische Modversion auf Client und Server | meistens EACEnabled=false |
Setze EACEnabled nur dann auf false, wenn die verwendete Mod dies verlangt. EAC, Crossplay und Mods beeinflussen sich gegenseitig; teste die gewünschte Kombination vor dem öffentlichen Start.
Backups erstellen
Die tatsächlich verwendeten Welten und Speicherstände liegen im konfigurierten Benutzerdaten- oder Save-Verzeichnis. Typische Standardpfade sind:
| System | Typischer Datenpfad |
|---|---|
| Windows | %APPDATA%\7DaysToDie\ |
| Linux | ~/.local/share/7DaysToDie/ des Serverbenutzers |
UserDataFolder, SaveGameFolder, Container-Mounts oder Panel-Konfigurationen können diese Pfade ändern. Verlasse dich deshalb auf die aktuelle Startzeile, XML-Konfiguration und Serverlogs.
Sicheres Backup
- Kündige die Wartung im Spiel an.
- Führe
saveworldaus. - Beende den Server mit
shutdown. - Sichere Welt, Save,
serverconfig.xml,serveradmin.xmlund denMods-Ordner. - Lagere mindestens eine Kopie außerhalb des aktiven Serverlaufwerks.
Linux-Beispiel bei Standardpfad des Benutzers sdtd:
sudo systemctl stop 7dtd
sudo tar -czf /opt/backups/7dtd-$(date +%F-%H%M).tar.gz \
/home/sdtd/.local/share/7DaysToDie \
/opt/7dtd-server/myserver.xml \
/opt/7dtd-server/Mods
sudo systemctl start 7dtd
Passe den Pfad an deine tatsächliche Konfiguration an.
Updates und Branches
Stoppe den Server und erstelle zuerst ein Backup.
Stabilen Standardzweig aktualisieren
Unter Windows:
C:\steamcmd\steamcmd.exe +force_install_dir C:\7dtd-server +login anonymous +app_update 294420 validate +quit
Unter Linux:
sudo systemctl stop 7dtd
sudo -u sdtd steamcmd \
+force_install_dir /opt/7dtd-server \
+login anonymous \
+app_update 294420 validate \
+quit
sudo systemctl start 7dtd
Der Standardzweig ist für den normalen Betrieb vorgesehen. Zum Prüfzeitpunkt lieferte er Version 3.1.0.
Experimental-Branch verwenden
Wechsle nur bewusst auf den Experimental-Zweig:
steamcmd +force_install_dir /opt/7dtd-server +login anonymous +app_update 294420 -beta latest_experimental validate +quit
Client und Server müssen dieselbe Spielversion und einen kompatiblen Branch verwenden. Nach einem Update solltest du außerdem vergleichen, ob die neue serverconfig.xml zusätzliche Eigenschaften enthält.
Fehlerbehebung
| Problem | Wahrscheinliche Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Server wird nicht gefunden | Ports, Sichtbarkeit oder Version falsch | 26900/TCP, 26900–26903/UDP, ServerVisibility und Branch prüfen |
| Direkte Verbindung scheitert | Hauptport blockiert oder falsche IP | Firewall, Router, öffentliche IP und Port 26900 prüfen |
| Client meldet Versionsfehler | Client und Server auf unterschiedlichen Builds | beide auf denselben stabilen oder Experimental-Branch setzen |
| Spielregeln ändern sich nicht | veraltete Einzelwerte statt SandboxCode | Code im aktuellen Client neu erzeugen und Server neu starten |
| Nach V3.1 gelten falsche Regeln | alter V3.0-SandboxCode | neuen Code mit V3.1-Einstellungen kopieren |
| Server startet eine neue Welt | GameName, Weltname, Seed oder Pfad geändert | XML und Logs prüfen; ursprünglichen Save-Pfad wiederherstellen |
| Mods werden nicht geladen | falsche Ordnerstruktur oder inkompatible Version | ModInfo.xml, Modversion und Serverlog prüfen |
| Spieler wird wegen EAC getrennt | Mod verlangt deaktiviertes EAC oder Clientdateien weichen ab | Moddokumentation prüfen und Einstellungen angleichen |
| Server nutzt sehr viel RAM | große Welt, Mods, lange Laufzeit oder Horde-Nacht | regelmäßige Neustarts, kleinere Welt, weniger Mods oder mehr RAM |
| Adminrecht funktioniert nicht | falsche Plattform-ID oder Berechtigungsstufe | lpi, help admin und serveradmin.xml prüfen |
| Öffentliche IP funktioniert nur extern | kein NAT-Loopback | im LAN die lokale IP verwenden |
| Keine Verbindung trotz Routerregel | DS-Lite oder CGNAT | öffentliche IPv4, Tunnel oder externen Server verwenden |
| Weltfehler nach Absturz | unvollständiger Schreibvorgang oder beschädigte Region | Server stoppen und funktionierendes Backup wiederherstellen |
Häufige Fragen
Wie viel RAM braucht ein 7 Days to Die Server?
Ein kleiner 7 Days to Die Server benötigt sinnvollerweise 6 bis 8 GB freien RAM. Für 5 bis 8 Spieler, RWG-Welten oder Mods solltest du 8 bis 12 GB einplanen; größere oder stark modifizierte Server benötigen häufig 16 GB oder mehr.
Welche Ports braucht ein 7 Days to Die Server?
Ein aktueller 7 Days to Die Dedicated Server benötigt standardmäßig 26900/TCP und 26900–26903/UDP. Die Ports 8080, 8081 oder 8082 sind nur nötig, wenn du entsprechende Web- oder Telnet-Funktionen aktivierst.
Wo finde ich die serverconfig.xml?
serverconfig.xml liegt im Installationsordner des Dedicated Servers. Erstelle eine Kopie wie myserver.xml, bearbeite diese bei gestopptem Server und übergib sie mit dem Startparameter -configfile.
Wie installiere ich Mods auf einem 7 Days to Die Server?
Du installierst Mods manuell im Mods-Ordner des Serververzeichnisses. Prüfe für jede Mod, ob sie zusätzlich auf den Clients installiert werden muss, welche Spielversion sie unterstützt und ob EACEnabled=false erforderlich ist.
Wie viele Spieler unterstützt ein 7 Days to Die Server?
Die technisch einstellbare Spielerzahl hängt von der aktuellen Serverversion ab, praktisch sind meist 8 bis 16 Spieler sinnvoll. Höhere Werte benötigen deutlich mehr CPU-Leistung, RAM und eine angepasste Welt- sowie Zombie-Konfiguration.
Wie werde ich Admin auf meinem Server?
Du wirst Admin, indem du deine über lpi oder die Logs ermittelte Plattform-ID mit Berechtigungsstufe 0 in der Serverkonsole hinzufügst oder korrekt in serveradmin.xml einträgst. Prüfe die aktuelle Syntax vorher mit help admin.
Weiterführende Artikel
- Valheim Server erstellen
- Palworld Server erstellen
- Project Zomboid Server erstellen
- Rust Server erstellen
Geplante Vertiefungen für dieses Themencluster sind serverconfig.xml und SandboxCode, Mods und Overhauls, Random World Generation, Adminbefehle, Backups sowie Performance-Optimierung.
Zusammenfassung
Einen 7 Days to Die Server installierst du mit SteamCMD und der App-ID 294420. Windows verwendet startdedicated.bat, Linux startserver.sh. Die grundlegenden Serverwerte stehen in serverconfig.xml; viele frühere Gameplay-Einzelwerte wurden seit Version 3.0 durch SandboxCode ersetzt.
Öffne 26900/TCP und 26900–26903/UDP, halte Client und Server auf demselben Branch und sichere die tatsächlich verwendeten Save-Verzeichnisse vor Updates. Wer Installation, Portweiterleitung und Wartung vermeiden möchte, kann stattdessen einen 7 Days to Die Server mieten.