Mit einem eigenen 7 Days to Die Server bleibt eure Survival-Welt dauerhaft erreichbar. Du bestimmst Spielerzahl, Sichtbarkeit, Welt, Zugangsrechte, Mods und Spielregeln, ohne dass der ursprüngliche Host gleichzeitig spielen muss.

Der Dedicated Server läuft nativ unter Windows und Linux. Du kannst ihn mit SteamCMD selbst installieren oder einen fertigen Gameserver verwenden. Diese Anleitung berücksichtigt die grundlegenden Änderungen seit Version 3.0, insbesondere den neuen SandboxCode für Gameplay-Einstellungen.

7 Days to Die Server – befestigte Basis mit Wachturm, ein Überlebender blickt bei rotem Himmel auf eine anrückende Zombie-Horde

Info
Zuletzt fachlich geprüft am 4. August 2026. Zu diesem Zeitpunkt war Version 3.1.0 „Henpocalypse“ der stabile Standardzweig. Ältere Anleitungen mit einzelnen XML-Werten wie GameDifficulty, DayNightLength oder LootAbundance sind für aktuelle V3-Versionen teilweise veraltet.

Das lernst du in diesem Artikel

  • wie du den 7 Days to Die Dedicated Server mit SteamCMD installierst
  • wie Windows- und Linux-Startdateien eingerichtet werden
  • welche Werte in serverconfig.xml weiterhin direkt gesetzt werden
  • wie der SandboxCode die früheren Gameplay-Einzelwerte ersetzt
  • welche TCP- und UDP-Ports der Server benötigt
  • wie du Adminrechte, Mods, Backups, Updates und Branches verwaltest

7 Days to Die Server erstellen: Schnellübersicht

  1. Plane eine schnelle CPU, SSD und mindestens 6 bis 8 GB freien RAM ein.
  2. Installiere SteamCMD und lade die Server-App 294420 herunter.
  3. Kopiere serverconfig.xml und passe Servername, Passwort, Welt und Slots an.
  4. Erzeuge im aktuellen Spielclient einen passenden SandboxCode und trage ihn ein.
  5. Starte den Server mit startdedicated.bat oder startserver.sh.
  6. Öffne 26900/TCP sowie 26900–26903/UDP in Firewall und Router.
  7. Verbinde dich über die Serverliste oder direkt mit SERVER-IP:26900.
  8. Richte Adminrechte, regelmäßige Backups und einen kontrollierten Updateablauf ein.

Inhaltsverzeichnis

Voraussetzungen und Hardware

7 Days to Die ist im Vergleich zu vielen anderen Gameservern speicher- und CPU-hungrig. Besonders Weltgenerierung, viele gleichzeitig aktive Spieler, große Basen, Horde-Nächte und umfangreiche Mods erhöhen die Last deutlich.

RAM nach Servergröße

NutzungSinnvoller freier RAM für den ServerBemerkung
1 bis 4 Spieler, Vanilla6 bis 8 GBkleine Welt und wenige Zusatzdienste
5 bis 8 Spieler oder RWG8 bis 12 GBzusätzliche Reserve für Welt und Horde-Nächte
9 bis 16 Spieler12 bis 16 GBschnelle CPU und regelmäßige Neustarts sinnvoll
Große Modpacks oder Overhauls16 GB oder mehrabhängig von Mod, Weltgröße und Spielerzahl

Die Werte sind Planungsgrößen und keine festen Limits. Beobachte die tatsächliche Speichernutzung und lasse genügend Reserve für Betriebssystem, SteamCMD, Backups und Monitoring.

Weitere Anforderungen

KomponenteEmpfehlung
CPUhohe Single-Core-Leistung, mehrere moderne Kerne
SpeicherSSD oder NVMe, ausreichend Platz für Welten, Saves und Backups
Netzwerkstabile Verbindung und niedriger Paketverlust
Erreichbarkeitöffentliche IPv4 oder funktionierendes IPv6-Konzept
Betriebssystemaktuelles 64-Bit-Windows oder aktuelle 64-Bit-Linux-Distribution
Wichtig
Bei DS-Lite oder CGNAT ist dein Heimanschluss oft nicht direkt über IPv4 erreichbar. Portweiterleitungen funktionieren dann trotz korrekter Routerregel nicht. Nutze einen Dual-Stack-Anschluss, eine öffentliche IPv4-Adresse, einen geeigneten Tunnel oder einen externen Server.

Selbst hosten oder mieten?

VarianteVorteileNachteile
Heimservervolle Kontrolle und keine zusätzliche ServermieteStrom, Routerkonfiguration und Abhängigkeit vom Heimanschluss
VPS oder Rootserverdauerhaft online, öffentliche IP, vollständiger Zugriffeigene Administration, Absicherung und Updates erforderlich
Gemieteter Gameserverschneller Start und keine Portweiterleitungmonatliche Kosten und eingeschränkter Systemzugriff

Wer direkt spielen möchte, ohne SteamCMD, Firewall und Linux-Dienste selbst zu verwalten, kann einen 7 Days to Die Server mieten.

Weitere Survival-Anleitungen findest du unter Valheim Server erstellen und Project Zomboid Server erstellen.

7 Days to Die Dedicated Server installieren

Der Dedicated Server hat die SteamCMD-App-ID 294420. Das eigentliche Spiel verwendet die App-ID 251570; diese ist nicht für die Serverinstallation gedacht. Der Server kann über SteamCMD anonym geladen werden.

Unter Windows

  1. Erstelle beispielsweise C:\steamcmd und C:\7dtd-server.
  2. Lade SteamCMD von Valve herunter und entpacke es nach C:\steamcmd.
  3. Öffne PowerShell und führe aus:
C:\steamcmd\steamcmd.exe +force_install_dir C:\7dtd-server +login anonymous +app_update 294420 validate +quit

+force_install_dir bestimmt das Zielverzeichnis. +login anonymous benötigt kein Steam-Konto. validate prüft vorhandene Dateien und ersetzt beschädigte oder fehlende Dateien.

Im Serverordner findest du anschließend unter anderem startdedicated.bat und serverconfig.xml.

Erstelle vor Änderungen Kopien:

Copy-Item C:\7dtd-server\serverconfig.xml C:\7dtd-server\myserver.xml
Copy-Item C:\7dtd-server\startdedicated.bat C:\7dtd-server\start-dsh.bat

Öffne start-dsh.bat und ändere den vorhandenen Startparameter auf:

-configfile=myserver.xml

Starte den Server danach über start-dsh.bat. Der erste Start kann länger dauern, insbesondere wenn eine neue RWG-Welt erzeugt wird.

Tipp
Behalte die originale serverconfig.xml als Referenz. Nach Updates enthält sie möglicherweise neue oder geänderte Eigenschaften, die du kontrolliert in deine eigene Konfiguration übernehmen kannst.

Unter Linux

Das folgende Beispiel verwendet Debian oder Ubuntu und einen eigenen Benutzer:

sudo adduser --disabled-password --gecos "" sdtd
sudo mkdir -p /opt/7dtd-server
sudo chown -R sdtd:sdtd /opt/7dtd-server
sudo apt update
sudo apt install steamcmd lib32gcc-s1

Je nach Distribution muss SteamCMD aus einem zusätzlichen Repository oder an einem anderen Pfad installiert werden.

Installiere den Server:

sudo -u sdtd steamcmd \
  +force_install_dir /opt/7dtd-server \
  +login anonymous \
  +app_update 294420 validate \
  +quit

Kopiere die Konfiguration und das Startskript:

sudo -u sdtd cp /opt/7dtd-server/serverconfig.xml /opt/7dtd-server/myserver.xml
sudo -u sdtd cp /opt/7dtd-server/startserver.sh /opt/7dtd-server/start-dsh.sh
sudo chmod +x /opt/7dtd-server/start-dsh.sh

Passe im kopierten Skript den vorhandenen -configfile-Parameter an:

-configfile=/opt/7dtd-server/myserver.xml

Starte den Server testweise:

sudo -u sdtd /opt/7dtd-server/start-dsh.sh

Autostart mit systemd

Erstelle /etc/systemd/system/7dtd.service:

[Unit]
Description=7 Days to Die Dedicated Server
After=network-online.target
Wants=network-online.target

[Service]
Type=simple
User=sdtd
Group=sdtd
WorkingDirectory=/opt/7dtd-server
ExecStart=/opt/7dtd-server/start-dsh.sh
Restart=on-failure
RestartSec=15
TimeoutStopSec=180

[Install]
WantedBy=multi-user.target

Aktiviere den Dienst:

sudo systemctl daemon-reload
sudo systemctl enable --now 7dtd
sudo systemctl status 7dtd

Logs kannst du mit folgendem Befehl verfolgen:

journalctl -u 7dtd -f
Wichtig
Nutze für geplante Wartungen nach Möglichkeit zuerst saveworld und anschließend shutdown in der Serverkonsole. Ein hart beendeter Prozess kann den letzten Spielstand oder Regionsdateien beschädigen.

Für ein weiteres Linux-taugliches Survival-Setup siehe Rust Server erstellen.

Server konfigurieren: serverconfig.xml

serverconfig.xml liegt im Installationsordner. Arbeite am besten mit einer Kopie wie myserver.xml, damit ein SteamCMD-Update deine Einstellungen nicht mit einer neuen Beispieldatei vermischt.

Änderungen werden erst nach einem vollständigen Serverneustart aktiv.

Wichtige aktuelle Werte

EigenschaftBedeutungBeispiel
ServerNameName in der ServerlisteDSH Survivors
ServerPasswordPasswort zum Beitretenstarkes eigenes Passwort
ServerPortHauptport26900
ServerMaxPlayerCountmaximale Spielerzahl8 oder 16
ServerVisibilitySichtbarkeit in der Serverliste2 für öffentlich
GameWorldbestehende Welt oder WeltgeneratorNavezgane oder RWG
WorldGenSeedSeed für eine RWG-Welteigener eindeutiger Text
WorldGenSizeGröße einer RWG-Weltvon der aktuellen Version unterstützter Wert
GameNameName des SpeicherstandsDSH-Survival
GameModeSpielmodusGameModeSurvival
SandboxCodekomprimierte Gameplay-Einstellungen seit V3Code aus dem aktuellen Spielclient
EACEnabledEasy Anti-Cheat aktivierentrue für Vanilla
ServerAdminFileNamePfad oder Name der Admin-Dateimeist serveradmin.xml
SaveGameFolderoptional abweichender Save-Pfadeigener absoluter Pfad, falls verwendet
Wichtig
Seit Version 3.0 wurden zahlreiche frühere Gameplay-Einzelwerte durch SandboxCode ersetzt. Alte Eigenschaften wie GameDifficulty, DayNightLength, DayLightLength, XPMultiplier, LootAbundance oder mehrere Blood-Moon-Werte können in aktuellen Builds ignoriert werden.

Sicheres XML-Beispiel

Der folgende Ausschnitt zeigt nur zentrale Werte. Er ersetzt nicht die vollständige, mit dem Server ausgelieferte Datei. Bearbeite eine Kopie der aktuellen serverconfig.xml und lasse unbekannte aktuelle Eigenschaften bestehen.

<?xml version="1.0"?>
<ServerSettings>
  <property name="ServerName" value="DSH Survivors" />
  <property name="ServerPassword" value="REPLACE_WITH_STRONG_PASSWORD" />
  <property name="ServerPort" value="26900" />
  <property name="ServerMaxPlayerCount" value="8" />
  <property name="ServerVisibility" value="2" />
  <property name="GameWorld" value="Navezgane" />
  <property name="WorldGenSeed" value="DSH-World-2026" />
  <property name="WorldGenSize" value="6144" />
  <property name="GameName" value="DSH-Survival" />
  <property name="GameMode" value="GameModeSurvival" />
  <property name="SandboxCode" value="PASTE_CODE_FROM_CURRENT_CLIENT" />
  <property name="EACEnabled" value="true" />
</ServerSettings>
Achtung
XML ist empfindlich gegenüber beschädigten Anführungszeichen, fehlenden Abschlusszeichen und doppelten Eigenschaften. Prüfe nach Änderungen die Konsole und die aktuelle Logdatei.

Sichtbarkeit und Passwort

ServerVisibility steuert, ob der Server öffentlich gelistet wird. Übernimm die gültigen Zahlenwerte und Kommentare aus der mit deiner Serverversion gelieferten serverconfig.xml, da sich unterstützte Plattform- und Crossplay-Optionen ändern können.

Verwende ein langes, einzigartiges ServerPassword. Ein Adminpasswort oder Telnetpasswort sollte niemals mit dem normalen Spielerpasswort identisch sein.

Welt und SandboxCode einrichten

WeltartVorteilZu beachten
Navezganesofort nutzbar und reproduzierbarfeste Karte und begrenzte Überraschungen
Vorgefertigte Weltkein zeitaufwendiges GenerierenWeltname muss exakt zur vorhandenen Karte passen
RWGeigene Karte aus Seed und Größeerste Generierung benötigt viel CPU, RAM und Speicherzeit

Für eine RWG-Welt setzt du GameWorld auf den Wert, den die aktuelle Beispieldatei für Random World Generation vorgibt, und legst WorldGenSeed sowie WorldGenSize fest. Ändere Seed oder Größe nicht nach Beginn einer laufenden Welt.

Achtung
Ein neuer GameName, Weltname, Seed oder Save-Pfad kann dazu führen, dass der Server eine neue Welt startet. Lösche den vermeintlich alten Spielstand nicht, bevor du den tatsächlich verwendeten Pfad geprüft hast.

SandboxCode erzeugen

Seit Version 3.0 werden viele Spielregeln in einem kompakten SandboxCode gespeichert.

  1. Starte einen Spielclient mit derselben Version wie der Server.
  2. Öffne die Einstellungen für ein neues Spiel.
  3. Passe die Sandbox-Optionen an.
  4. Nutze die Funktion zum Kopieren des Codes.
  5. Trage den vollständigen Code als Wert von SandboxCode in myserver.xml ein.
  6. Starte den Dedicated Server neu.
Wichtig
Version 3.1 hat Sandbox-Optionen erweitert und einzelne Bereiche aufgeteilt. Ein älterer V3.0-Code kann deshalb andere Werte ergeben oder teilweise auf Standardwerte zurückfallen. Erzeuge den Code mit der aktuell eingesetzten Clientversion neu.

Ports und Firewall

Für einen aktuellen 7 Days to Die Dedicated Server solltest du den Hauptport per TCP sowie einen UDP-Bereich freigeben.

PortProtokollZweckErforderlich
26900TCPHauptverbindung und Serverkommunikationja
26900 bis 26903UDPSpielverkehr, Abfrage und zusätzliche Kanäleja
8080TCPoptionales Web-Dashboardnur wenn aktiviert
8081TCPoptionales Telnetnur wenn aktiviert
8082TCPzusätzliche Web- oder API-Funktion je Serverversionnur wenn aktiviert
Achtung
Öffne Telnet- und Web-Administrationsports nicht ungeschützt für das gesamte Internet. Aktiviere sie nur mit starkem Passwort und beschränke den Zugriff nach Möglichkeit per Firewall, VPN oder vertrauenswürdiger Quell-IP.

Windows-Firewall

Öffne PowerShell als Administrator:

New-NetFirewallRule -DisplayName "7DTD TCP 26900" -Direction Inbound -Protocol TCP -LocalPort 26900 -Action Allow
New-NetFirewallRule -DisplayName "7DTD UDP 26900-26903" -Direction Inbound -Protocol UDP -LocalPort 26900-26903 -Action Allow

UFW unter Linux

sudo ufw allow 26900/tcp
sudo ufw allow 26900:26903/udp
sudo ufw status

Router weiterleiten

Bei einem Heimserver leitest du dieselben Protokolle auf die lokale IP-Adresse des Serverrechners weiter. Verwende eine feste DHCP-Zuordnung, damit die Weiterleitung nicht nach einem Neustart auf ein falsches Gerät zeigt.

Porttests sind nur bei laufendem Server aussagekräftig. Prüfe TCP und UDP getrennt und beachte, dass viele Web-Portchecker ausschließlich TCP testen.

Mit dem Server verbinden

  1. Starte 7 Days to Die.
  2. Öffne Join a Game.
  3. Suche nach dem konfigurierten ServerName.
  4. Alternativ wählst du die direkte Verbindung per IP.
  5. Trage SERVER-IP und Port 26900 ein.
  6. Gib bei Aufforderung das ServerPassword ein.

Bei einem Server im eigenen Heimnetz verwendest du intern die lokale IP-Adresse. Manche Router unterstützen kein NAT-Loopback und können die eigene öffentliche IP aus dem LAN nicht zurück zum Server führen.

Wenn der Server öffentlich nicht sichtbar ist, prüfe zusätzlich ServerVisibility, Version, Branch, EAC- und Crossplay-Einstellungen sowie die UDP-Ports.

Admin und Verwaltung

Adminrechte werden über serveradmin.xml und die Serverkonsole verwaltet. Die Datei liegt gewöhnlich im Datenverzeichnis, das der Server tatsächlich verwendet. Der genaue Pfad kann durch ServerAdminFileName, UserDataFolder oder andere Pfadoptionen beeinflusst werden.

Bei Berechtigungsstufen ist 0 die höchste Adminstufe. Höhere Zahlen bedeuten weniger Rechte.

Nützliche Konsolenbefehle

BefehlZweck
helpverfügbare Befehle und Syntax anzeigen
lpiverbundene Spieler und Plattform-IDs auflisten
admin add ID 0Spieler mit der ermittelten ID zum Volladmin machen
admin remove IDAdminrecht entfernen
say NachrichtNachricht an alle Spieler senden
saveworldaktuellen Weltstand speichern
shutdownServer kontrolliert herunterfahren

Nutze bei admin add exakt die Plattform-ID, die lpi oder die Serverlogs ausgeben. Bei Crossplay ist nicht jeder Spieler ausschließlich über eine SteamID64 identifizierbar.

Tipp
Führe zuerst help admin aus. Die akzeptierte ID-Form und genaue Syntax können sich zwischen Serverversionen ändern.

Telnet oder ein Web-Dashboard können die Verwaltung vereinfachen, erhöhen aber die Angriffsfläche. Lasse optionale Dienste deaktiviert, wenn du sie nicht benötigst.

Mods installieren

7 Days to Die Servermods werden manuell in einen Mods-Ordner installiert. Für Dedicated-Server-Mods gibt es keinen allgemeinen Steam-Workshop-Ablauf.

  1. Stoppe den Server.
  2. Erstelle bei Bedarf den Ordner Mods direkt im Serververzeichnis.
  3. Entpacke jede Mod in einen eigenen Unterordner.
  4. Prüfe, dass sich ModInfo.xml an der vom Modautor vorgesehenen Stelle befindet.
  5. Lies die Versions- und Clientanforderungen des Modprojekts.
  6. Starte den Server und kontrolliere die Logs auf Ladefehler.

Beispielstruktur:

C:\7dtd-server\Mods\ExampleMod\ModInfo.xml

oder unter Linux:

/opt/7dtd-server/Mods/ExampleMod/ModInfo.xml

Serverseitige Mods und Overhauls

ModtypClientinstallationEAC
reine serverseitige XML-Modhäufig nicht nötigkann je Mod aktiv bleiben
Mod mit eigenen Assets oder Codemeist auf Client und Server nötighäufig deaktivieren
vollständiger Overhaulidentische Modversion auf Client und Servermeistens EACEnabled=false
Wichtig
Prüfe die Angaben des jeweiligen Modautors. Nicht jede Mod benötigt eine Clientinstallation, aber große Overhauls fast immer. Viele ältere Overhauls unterstützen aktuelle V3-Versionen noch nicht und erfordern einen ausdrücklich passenden älteren Steam-Branch.

Setze EACEnabled nur dann auf false, wenn die verwendete Mod dies verlangt. EAC, Crossplay und Mods beeinflussen sich gegenseitig; teste die gewünschte Kombination vor dem öffentlichen Start.

Backups erstellen

Die tatsächlich verwendeten Welten und Speicherstände liegen im konfigurierten Benutzerdaten- oder Save-Verzeichnis. Typische Standardpfade sind:

SystemTypischer Datenpfad
Windows%APPDATA%\7DaysToDie\
Linux~/.local/share/7DaysToDie/ des Serverbenutzers

UserDataFolder, SaveGameFolder, Container-Mounts oder Panel-Konfigurationen können diese Pfade ändern. Verlasse dich deshalb auf die aktuelle Startzeile, XML-Konfiguration und Serverlogs.

Sicheres Backup

  1. Kündige die Wartung im Spiel an.
  2. Führe saveworld aus.
  3. Beende den Server mit shutdown.
  4. Sichere Welt, Save, serverconfig.xml, serveradmin.xml und den Mods-Ordner.
  5. Lagere mindestens eine Kopie außerhalb des aktiven Serverlaufwerks.

Linux-Beispiel bei Standardpfad des Benutzers sdtd:

sudo systemctl stop 7dtd
sudo tar -czf /opt/backups/7dtd-$(date +%F-%H%M).tar.gz \
  /home/sdtd/.local/share/7DaysToDie \
  /opt/7dtd-server/myserver.xml \
  /opt/7dtd-server/Mods
sudo systemctl start 7dtd

Passe den Pfad an deine tatsächliche Konfiguration an.

Achtung
Lösche beschädigt wirkende Regionsdateien nicht ohne vollständige Sicherung. Das Entfernen einzelner Regionsdateien setzt betroffene Kartenbereiche zurück.

Updates und Branches

Stoppe den Server und erstelle zuerst ein Backup.

Stabilen Standardzweig aktualisieren

Unter Windows:

C:\steamcmd\steamcmd.exe +force_install_dir C:\7dtd-server +login anonymous +app_update 294420 validate +quit

Unter Linux:

sudo systemctl stop 7dtd
sudo -u sdtd steamcmd \
  +force_install_dir /opt/7dtd-server \
  +login anonymous \
  +app_update 294420 validate \
  +quit
sudo systemctl start 7dtd

Der Standardzweig ist für den normalen Betrieb vorgesehen. Zum Prüfzeitpunkt lieferte er Version 3.1.0.

Experimental-Branch verwenden

Wechsle nur bewusst auf den Experimental-Zweig:

steamcmd +force_install_dir /opt/7dtd-server +login anonymous +app_update 294420 -beta latest_experimental validate +quit
Achtung
Experimental-Versionen können Saves, Mods, SandboxCodes und Servereinstellungen verändern. Verwende sie nicht ohne separates Backup und informiere alle Spieler, dass auch ihre Clients denselben Branch benötigen.

Client und Server müssen dieselbe Spielversion und einen kompatiblen Branch verwenden. Nach einem Update solltest du außerdem vergleichen, ob die neue serverconfig.xml zusätzliche Eigenschaften enthält.

Fehlerbehebung

ProblemWahrscheinliche UrsacheLösung
Server wird nicht gefundenPorts, Sichtbarkeit oder Version falsch26900/TCP, 26900–26903/UDP, ServerVisibility und Branch prüfen
Direkte Verbindung scheitertHauptport blockiert oder falsche IPFirewall, Router, öffentliche IP und Port 26900 prüfen
Client meldet VersionsfehlerClient und Server auf unterschiedlichen Buildsbeide auf denselben stabilen oder Experimental-Branch setzen
Spielregeln ändern sich nichtveraltete Einzelwerte statt SandboxCodeCode im aktuellen Client neu erzeugen und Server neu starten
Nach V3.1 gelten falsche Regelnalter V3.0-SandboxCodeneuen Code mit V3.1-Einstellungen kopieren
Server startet eine neue WeltGameName, Weltname, Seed oder Pfad geändertXML und Logs prüfen; ursprünglichen Save-Pfad wiederherstellen
Mods werden nicht geladenfalsche Ordnerstruktur oder inkompatible VersionModInfo.xml, Modversion und Serverlog prüfen
Spieler wird wegen EAC getrenntMod verlangt deaktiviertes EAC oder Clientdateien weichen abModdokumentation prüfen und Einstellungen angleichen
Server nutzt sehr viel RAMgroße Welt, Mods, lange Laufzeit oder Horde-Nachtregelmäßige Neustarts, kleinere Welt, weniger Mods oder mehr RAM
Adminrecht funktioniert nichtfalsche Plattform-ID oder Berechtigungsstufelpi, help admin und serveradmin.xml prüfen
Öffentliche IP funktioniert nur externkein NAT-Loopbackim LAN die lokale IP verwenden
Keine Verbindung trotz RouterregelDS-Lite oder CGNATöffentliche IPv4, Tunnel oder externen Server verwenden
Weltfehler nach Absturzunvollständiger Schreibvorgang oder beschädigte RegionServer stoppen und funktionierendes Backup wiederherstellen

Häufige Fragen

Wie viel RAM braucht ein 7 Days to Die Server?

Ein kleiner 7 Days to Die Server benötigt sinnvollerweise 6 bis 8 GB freien RAM. Für 5 bis 8 Spieler, RWG-Welten oder Mods solltest du 8 bis 12 GB einplanen; größere oder stark modifizierte Server benötigen häufig 16 GB oder mehr.

Welche Ports braucht ein 7 Days to Die Server?

Ein aktueller 7 Days to Die Dedicated Server benötigt standardmäßig 26900/TCP und 26900–26903/UDP. Die Ports 8080, 8081 oder 8082 sind nur nötig, wenn du entsprechende Web- oder Telnet-Funktionen aktivierst.

Wo finde ich die serverconfig.xml?

serverconfig.xml liegt im Installationsordner des Dedicated Servers. Erstelle eine Kopie wie myserver.xml, bearbeite diese bei gestopptem Server und übergib sie mit dem Startparameter -configfile.

Wie installiere ich Mods auf einem 7 Days to Die Server?

Du installierst Mods manuell im Mods-Ordner des Serververzeichnisses. Prüfe für jede Mod, ob sie zusätzlich auf den Clients installiert werden muss, welche Spielversion sie unterstützt und ob EACEnabled=false erforderlich ist.

Wie viele Spieler unterstützt ein 7 Days to Die Server?

Die technisch einstellbare Spielerzahl hängt von der aktuellen Serverversion ab, praktisch sind meist 8 bis 16 Spieler sinnvoll. Höhere Werte benötigen deutlich mehr CPU-Leistung, RAM und eine angepasste Welt- sowie Zombie-Konfiguration.

Wie werde ich Admin auf meinem Server?

Du wirst Admin, indem du deine über lpi oder die Logs ermittelte Plattform-ID mit Berechtigungsstufe 0 in der Serverkonsole hinzufügst oder korrekt in serveradmin.xml einträgst. Prüfe die aktuelle Syntax vorher mit help admin.

Weiterführende Artikel

Geplante Vertiefungen für dieses Themencluster sind serverconfig.xml und SandboxCode, Mods und Overhauls, Random World Generation, Adminbefehle, Backups sowie Performance-Optimierung.

Zusammenfassung

Einen 7 Days to Die Server installierst du mit SteamCMD und der App-ID 294420. Windows verwendet startdedicated.bat, Linux startserver.sh. Die grundlegenden Serverwerte stehen in serverconfig.xml; viele frühere Gameplay-Einzelwerte wurden seit Version 3.0 durch SandboxCode ersetzt.

Öffne 26900/TCP und 26900–26903/UDP, halte Client und Server auf demselben Branch und sichere die tatsächlich verwendeten Save-Verzeichnisse vor Updates. Wer Installation, Portweiterleitung und Wartung vermeiden möchte, kann stattdessen einen 7 Days to Die Server mieten.